Die Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie, Stoffwechsel- und Infektionskrankheiten am Elbe Klinikum Stade steht seit dem 1. Februar unter neuer Leitung: Dr. med. Ivo van der Voort ist ihr neuer Chefarzt. Der 53-Jährige bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Inneren Medizin mit und besitzt einen Schwerpunkt in der interventionellen Endoskopie.
Diesen Schwerpunkt wird der Mediziner auch in Stade weiter ausbauen und etablieren. Auch im Rahmen des Darmzentrum Elbe-Weser, das er gemeinsam mit Professor Lehmann, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Minimalinvasive und Onkologische Chirurgie am Elbe Klinikum Stade, verantwortet. „Ich möchte die gute Arbeit meines Vorgängers Professor Konturek und des gesamten Teams fortsetzen. Dabei ist es mir besonders wichtig, die Patientinnen und Patienten immer verständlich über ihre Erkrankung und die Behandlung aufzuklären und in der Behandlung eng mit den Niedergelassenen zusammenzuarbeiten“, sagt Dr. van der Voort.
Der gebürtige Niederländer ist ein Wegbegleiter und ehemaliger Arbeitskollege seines Vorgängers Professor Jan Konturek. Sie lernten sich vor mehr als 25 Jahren am Klinikum in Münster kennen und schätzen. Dr. van der Voort studierte von 1991 bis 1998 Humanmedizin in Maastricht und war anschließend in Münster und später in Berlin als Assistenzarzt tätig. Im Jahr 2002 promovierte er, 2007 erlangte er seinen Facharzt für Innere Medizin, 2013 den Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie. Seit 2002 war Dr. van der Voort in verschiedenen Positionen in unterschiedlichen Krankenhäusern in Berlin tätig, unter anderem an der renommierten Charité und am Jüdischen Krankenhaus Berlin. Zuletzt verantwortete er als Chefarzt die Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie am Alexianer Sankt Gertrauden Krankenhaus in Berlin.
Ausbau der Endoskopie und standortübergreifenden Zusammenarbeit
„Das Elbe Klinikum Stade mit seiner Klinik für Gastroenterologie ist bereits sehr gut aufgestellt, insbesondere in der komplexen Endoskopie“, erklärt Dr. van der Voort seine Motivation von Berlin nach Stade zu wechseln. Eines der Ziele des 53-Jährigen ist es, an der Klinik die Früherkennung von onkologischen Erkrankungen auszubauen und zu diesem Zweck die endoskopische Submukosadissektion (kurz: ESD) zu etablieren. „Dabei handelt es sich um ein minimalinvasives Verfahren zur präzisen Entfernung von Frühkarzinomen und großen, flachen Polypen im Magen-Darm-Trakt“, erläutert Dr. van der Voort. „Dabei wird krankhaftes Gewebe endoskopisch in einem Stück abgetragen, so dass kein Bauchschnitt nötig ist und das Organ erhalten werden kann.“ Zum Einsatz kommt sie vor allem in der Speiseröhre, im Magen und Dickdarm.
Auch die endoskopische Behandlung von Gallenwegserkrankungen mittels Endoskopie der Gallenwege, auch Cholangioskopie genannt, möchte er weiter ausbauen. Das moderne, schonende Verfahren eignet sich vor allem, um Tumoren der Gallenwege zu diagnostizieren oder große Steine im Gallengang direkt zu zertrümmern und wird oft eingesetzt, wenn eine klassische Gallengangspiegelung mit Kontrastmittel nicht ausreicht.
Ebenso wird Dr. van der Voort die klinikübergreifende Zusammenarbeit weiter ausbauen. Im November vergangen Jahres übernahm in Buxtehude Mariam Nassery die Leitung der Klinik für Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin sowie die Klinik für Akutgeriatrie und Frührehabilitation. „Bereits jetzt arbeiten wir sehr eng und kollegial zusammen, unterstützen und beraten einander. In Buxtehude liegt der Schwerpunkt auf den geriatrischen Patienten, hier in Stade bilden wir die komplexere Gastroenterologie ab“, so Dr. van der Voort. Auch sein Team in Stade schätzt er sehr: „Ich bin äußerst herzlich empfangen worden. Die Zusammenarbeit ist kollegial und freundlich mit kurzen Wegen. Ich freue mich sehr, nun hier zu sein und mich für die Versorgung der Patienten im Elbe-Weser-Dreieck einsetzen zu können.“
