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Hinter den Kulissen

Schule für MTR

Technische Ausbildung mit Nähe zum Patienten

„Wir können nicht nur ins Innere des Menschen schauen und sofort sehen, was ihm fehlt, sondern auch Leiden, zum Beispiel Krebserkrankungen, therapieren“, bringt Sinikka Schröder den Beruf der MTR auf den Punkt. Sie leitet die Schule für Medizinische Technologinnen und Technologen für Radiologie am Elbe Klinikum Stade und unterrichtet gemeinsam mit einem Team aus neun Lehrerinnen und Lehrern die insgesamt 36 Auszubildenden, die sich auf drei Jahrgänge verteilen. Zu den Einsatzgebieten ausgebildeter MTR gehören die Röntgendiagnostik, Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Strahlenphysik und Dosimetrie. Die Ausbildung findet an der Medizinischen Berufsfachschule am Elbe Klinikum Stade sowie bei Praxispartnern in Kliniken oder Fachpraxen statt. „Unsere Kooperationspartner befinden sich im gesamten norddeutschen Raum, von Rotenburg/Wümme bis Buchholz, von Hamburg bis Neustadt in Holstein“, erklärt Sinikka Schröder. Die Praxiseinsätze werden von der Fachschule organisiert und koordiniert, dauern mehrere Monate und wechseln sich mit den Schulblöcken ab.

Die Ausbildung zum Medizinischen Technologen für Radiologie (MTR) wurde 2023 grundlegend geändert. Seitdem stehen auf dem Stundenplan der Auszubildenden nicht mehr einzelne Fächer, sondern sogenannte Kompetenzfelder. „Ziel dabei ist es, realitätsnahe Situationen aus der Praxis fachübergreifend zu verknüpfen und bedarfsgerechte Handlungen abzuleiten“, erklärt Sinikka Schröder. „Es wird zum Beispiel ein Szenario bearbeitet, in der die Schulter einer demenzkranken Person geröntgt werden soll.“ Die Lernsituationen erfordern, dass die Auszubildenden über den Tellerrand denken und neben Fachwissen wie Anatomie, Biologie und Physik vor allem auch die Kommunikation mit Patienten trainieren. „Unser Beruf ist einerseits sehr technisch, wir kommen andererseits den Patienten körperlich und auch menschlich sehr nahe. Das kostet am Anfang oft etwas Überwindung. In einigen Bereichen wie z. B. der Strahlentherapie wird dies besonders durch die Arbeit mit Schwerkranken deutlich“, gibt Sinikka Schröder zu bedenken. Sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie kommen radiologische Technologien zum Einsatz. Das macht den Beruf sehr vielseitig und abwechslungsreich, was unter anderem die Arbeit in der Nuklearmedizin auszeichnet. Die Ausbildung dauert insgesamt drei Jahre und wird mit einem Staatsexamen abgeschlossen. Nach dem Examen können die ausgebildeten MTR in Kliniken oder Fachpraxen, aber auch in der Forschung, Entwicklung und Lehre arbeiten – je nachdem, wo ihre persönlichen Interessen liegen. „Zum Ende der Ausbildung haben die meisten ihre Nische gefunden“, weiß Sinikka Schröder zu berichten.

Zu den Highlights während der Ausbildung zählt die Exkursion zum Norddeutschen Röntgenkongress, bei dem der Kurs im Rahmen der Reihe „Next Generation“ einen Fachvortrag hält. „Im Januar 2025 gewann der damalige Kurs 50/23 unter Begleitung ihrer Klassenlehrerin Lena Smrcka für seinen Vortrag den Paula-Chelius Preis, der nach der ersten ausgebildeten Röntgenfotografin benannt ist“, sagt Sinikka Schröder stolz. Auch ein Besuch bei der Strahlentherapieschule in Kiel gehört fest in den Ausbildungsplan, ebenso wie Exkursionen zu Fachmessen.
Bewerbungen für 2027 sind jetzt schon möglich. Weitere Informationen unter karriere-elbekliniken.de .