symbolbild_pankreaszentrum

Pankreaskarzinomzentrum

Vernetzte Expertise für Ihre Gesundheit.

Das Pankreaskarzinomzentrum am Elbe Klinikum Stade bietet Betroffenen von Bauchspeicheldrüsenkrebs eine umfassende, moderne und leitliniengerechte Versorgung nach zertifizierten Qualitätsstandards in Diagnostik und Therapie.

Über das Zentrum

Die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs stellt für Betroffene und Angehörige eine große Belastung dar. Das Zentrum unterstützt in allen Phasen der Erkrankung – von der ersten Diagnose über die Therapie bis hin zur Nachsorge. Dabei wird großer Wert darauf gelegt, gemeinsam einen individuellen Behandlungsweg zu entwickeln und jederzeit für Fragen und Unterstützung zur Verfügung zu stehen.

Wir behandeln alle Patientinnen und Patienten nach klar definierten Qualitätsstandards – und das schon seit vielen Jahren. Mit der offiziellen Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft sind diese bewährten Abläufe nun transparent dokumentiert und überprüfbar.

  • Alle Behandlungen erfolgen nach aktuellen medizinischen Leitlinien. 
  • Es werden regelmäßige Qualitätskontrollen durchgeführt. 
  • Es besteht eine enge Zusammenarbeit aller Fachdisziplinen. 
  • Es liegt ausreichend Erfahrung durch eine hohe Anzahl behandelter Fälle vor. 

Deutschlandweit gibt es nur etwa 80 spezialisierte Zentren, die diese hohen Anforderungen erfüllen. Unser Ziel ist es, Ihnen nicht nur die bestmögliche medizinische Versorgung zu bieten, sondern Sie auch menschlich auf Ihrem Weg zu begleiten.
 

Vereintes Expertenwissen: 
In der Tumorkonferenz werden alle Fälle in einem interdisziplinären Team besprochen.

Medizinisches Angebot

Die Therapie des Pankreaskarzinoms richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand der Patientinnen und Patienten.

Die chirurgische Entfernung des Tumors ist die wichtigste Therapieoption, wenn der Krebs noch operabel ist.

Dabei handelt es sich um komplexe Eingriffe, die nur in spezialisierten Zentren durchgeführt werden sollten. Das Pankreaskarzinomzentrum verfügt über umfassende Erfahrung in diesen Operationen.

Eine Chemotherapie kann eingesetzt werden:

  • vor der Operation (neoadjuvant), um den Tumor zu verkleinern
  • nach der Operation (adjuvant), um Rückfälle zu verhindern
  • als Haupttherapie bei fortgeschrittener Erkrankung

In bestimmten Fällen wird eine Strahlentherapie ergänzend eingesetzt, häufig in Kombination mit Chemotherapie.

Wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist, stehen Maßnahmen zur Lebensverlängerung und Verbesserung der Lebensqualität im Vordergrund. Dazu gehören:

  • Schmerztherapie
  • Ernährungsunterstützung
  • Symptomkontrolle

Neben der medizinischen Behandlung spielt die unterstützende Betreuung eine zentrale Rolle.

Im Pankreaskarzinomzentrum profitieren Patientinnen und Patienten von einem umfassenden Angebot:

Psychoonkologie

Unterstützung bei der seelischen Bewältigung der Erkrankung

Physiotherapie

Förderung der körperlichen Belastbarkeit und Erholung

Ernährungsberatung

Individuelle Empfehlungen für eine angepasste Ernährung

Sozialdienst

Hilfe bei organisatorischen, beruflichen und sozialen Fragen

Ein zentraler Bestandteil der Behandlung im Pankreaskarzinomzentrum ist die sogenannte Tumorkonferenz.

Hier besprechen Spezialisten verschiedener Fachrichtungen jeden einzelnen Fall gemeinsam:

  • Chirurgie
  • Onkologie
  • Radiologie
  • Gastroenterologie
  • Strahlentherapie

Ziel ist es, für jede Patientin und jeden Patienten die bestmögliche individuelle Therapie festzulegen.

Das Pankreaskarzinom ist eine bösartige Erkrankung der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), einem Organ im Oberbauch, das eine zentrale Rolle bei der Verdauung und der Regulation des Blutzuckers spielt.

Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den anspruchsvollsten Krebserkrankungen, da er häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt wird. Frühsymptome sind oft unspezifisch oder fehlen ganz.

  • Oberbauch- oder Rückenschmerzen
  • Ungewollter Gewichtsverlust
  • Appetitlosigkeit
  • Gelbfärbung der Haut (Gelbsucht)
  • Verdauungsprobleme
  • In Deutschland erkranken jährlich etwa 20.000 Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs.
  • Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen.
  • Das Erkrankungsrisiko steigt mit zunehmendem Alter.
  • Das Pankreaskarzinom zählt zu den Krebsarten mit besonderem Behandlungsbedarf, da es oft spät erkannt wird.

Gerade deshalb ist eine spezialisierte Behandlung in einem zertifizierten Zentrum entscheidend.

Die genauen Ursachen sind nicht immer eindeutig, aber es gibt bekannte Risikofaktoren:

  • Rauchen
  • Chronische Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
  • Diabetes mellitus
  • Starkes Übergewicht
  • Familiäre Vorbelastung

Auf zellulärer Ebene entstehen Tumoren durch Veränderungen im Erbgut der Zellen, die dazu führen, dass sich diese unkontrolliert vermehren.

Eine sichere Diagnose erfolgt durch eine Kombination moderner Untersuchungsmethoden:

  • Ultraschalluntersuchung (Sonographie)
  • Computertomographie (CT)
  • Magnetresonanztomographie (MRT)
  • Endoskopische Verfahren (z. B. Endosonographie)
  • Gewebeentnahme (Biopsie)

Alle Befunde werden im Anschluss interdisziplinär bewertet.

Ansprechpartner

EKS_Allgemeinchirurgie-K-Lehmann
Prof. Dr. med.Kai Lehmann
Chefarzt

Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie, Leiter des Viszeralonkologischen Zentrums, Klinische Schwerpunkte: Tumorchirurgie von Darm, Leber und Bauchspeicheldrüse, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, robotische Chirurgie

Zusatzbezeichnung: Spezielle Viszeralchirurgie

Arztportrait ansehen

EKS_Innere-Medizin-I-VanDerVoort
Dr. med.Ivo van der Voort
Chefarzt

Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie