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Prostatazentrum Elbe-Weser

Spezialisierte Diagnose und Therapie von Prostatakrebs

Das Prostatazentrum Elbe-Weser am Elbe Klinikum Stade bietet moderne Diagnostik und individuelle Therapien bei Prostataerkrankungen. Durch die enge Zusammenarbeit regionaler Fachärzte und spezialisierter Partner gewährleisten wir eine qualitätsgesicherte Versorgung nach neuesten wissenschaftlichen Standards.

Über das Zentrum

Das Prostatazentrum Elbe-Weser am Elbe Klinikum Stade ist seit 2013 nach den Richtlinien des Dachverbandes Prostatazentren e. V. (DVPZ) bzw. heute URO-Cert (Verband urologischer Kompetenzzentren e.V.) zertifiziert und auf die Diagnostik sowie Behandlung von Prostatakrebs spezialisiert. Als eine der häufigsten Krebserkrankungen des Mannes erfordert Prostatakrebs eine präzise Diagnostik und eine individuell abgestimmte Therapie nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die bestmögliche Versorgung unserer Patienten. Dafür bündeln wir die Expertise der Klinik für Urologie des Elbe Klinikums Stade mit zehn niedergelassenen Urologen aus der Elbe-Weser-Region. Ergänzt wird dieses Netzwerk durch enge Kooperationen mit der Pathologie der Elbe Kliniken, der Strahlentherapie, Onkologie und Psychoonkologie der Klinik Dr. Hancken sowie weiteren spezialisierten Partnern. In interdisziplinären Fallbesprechungen entwickeln wir für jeden Patienten ein individuelles Behandlungskonzept.

Unser Leistungsspektrum umfasst sämtliche modernen Verfahren zur Diagnose und Therapie von Prostataerkrankungen. Dazu gehören die hochpräzise MRT-Fusionsbiopsie zur sicheren Tumorerkennung, operative Verfahren zur vollständigen Entfernung der Prostata sowie verschiedene Formen der Strahlentherapie. Die Wahl der Behandlung erfolgt stets auf Grundlage der individuellen Erkrankungssituation, der persönlichen Lebensumstände und der aktuellen medizinischen Leitlinien.

Besonderen Wert legen wir auf die Qualität unserer Behandlungsergebnisse. Durch langjährige Erfahrung, moderne Operationstechniken und die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Fachbereiche erreichen wir Ergebnisse, die mit denen großer nationaler und internationaler Zentren vergleichbar sind. Gleichzeitig stehen für uns die Lebensqualität und die langfristige Begleitung unserer Patienten im Mittelpunkt. Neben einer erfolgreichen Tumorbehandlung achten wir daher besonders auf den Erhalt von Kontinenz, Potenz und persönlichem Wohlbefinden.

Medizinisches Angebot

Eine moderne und genaue Abklärung sowie Diagnosesicherung bei Verdacht auf Prostatakrebs sind für uns von besonderer Bedeutung. Deshalb bieten wir zusätzlich zum Standarddiagnoseverfahren die sogenannte Fusionsbiopsie an. Bei dieser Methode werden Gewebeproben aus der Prostata mit hoher Präzision entnommen, was eine hohe Trefferquote bei der Erkennung von klinisch signifikanten Tumoren ermöglicht. Im Falle von aktiven Überwachungsprotokollen können darüber hinaus präzise Wiederholungsbiopsien durchgeführt werden.

Durchführung und Vorteile des Verfahrens:

Lange war die konventionelle transrektale Prostata-Stanzbiopsie (TRUS-PE) bei einem erhöhten PSA-Wert die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Leider ist die konventionelle Biopsie nicht immer in der Lage, relevante Krebsherde in der Prostata darzustellen. Eine deutlich bessere Bildqualität liefert dagegen die Kombination einer MRT-Aufnahme des Organs mit einem Live-Ultraschallbild. Die sogenannte MRT-Fusionsbiopsie erlaubt bislang die genaueste Prostata-Diagnostik mit sehr guten Ergebnissen und weniger Komplikationen. Bei der Fusionsbildgebung wird das MRT-Bild mit dem Livebild des 3D-Ultraschalls kombiniert. Verändertes Gewebe ist im MRT deutlich besser zu erkennen, sodass Ärztinnen und Ärzte dies bei der Probenentnahme präzise mit der Biopsienadel ansteuern können. Da sich signifikante Tumoren meist gut abgrenzen lassen, werden unnötige Biopsien vermieden. 

Eine auf Heilung ausgerichtete Therapie wie eine Operation ist in der Regel dann zu empfehlen, wenn das Prostatakarzinom auf das Organ beschränkt ist und die geschätzte Lebenserwartung mindestens zehn Jahren beträgt. Dabei spielt auch das „biologische Alter“ eine wesentliche Rolle.

Im Hinblick auf das Langzeitüberleben ist die Operation das am besten untersuchte Verfahren, da es schon seit den 1980er Jahren weltweit in großem Umfang eingesetzt wird. Die Operationsmethode hat sich dabei stetig weiterentwickelt und wird in verschiedenen Zentren mit verschiedenen Methoden angeboten (retropubisch, laparoskopisch oder laparoskopisch-roboterassistiert).

Nach aktueller Datenlage sind die Ergebnisse einer offenen und die einer laparoskopischen Operation mit oder ohne Zuhilfenahme eines Operationsroboters (DaVinci) identisch. Es kommt also weniger auf die Operationsmethode an sich als auf die individuelle Erfahrung der operierenden Person mit dem jeweiligen Verfahren an.

Unsere Klinik hat sich auf das offene Operationsverfahren spezialisiert. So werden von uns zwei bis drei Patienten pro Woche mit diesem Verfahren operiert. Die bei uns angewandte offene Operationsmethode wurde dabei in den letzten zehn Jahren stets verbessert und ist damit minimalinvasiv geworden. Durch genaue anatomische Kenntnisse und den Einsatz von „Xenon-Kopflicht“ und „Lupenbrille“ können Harnröhrenschließmuskel, Gefäßnervenbündel und umliegende Strukturen geschont werden. In unserem akkreditierten Institut für Pathologie untersuchen wir seit 2020 die Prostata während der Operation im Schnellschnittverfahren auf Tumorfreiheit der Resektionsränder. Dadurch können mehr Patienten nervenschonend und sicherer operiert werden.

Die Häufigkeit von Nebenwirkungen der Operation, wie Harninkontinenz und Impotenz, kann dadurch deutlich reduziert werden. So benötigen über 90 % der Patienten nach der Operation keine oder nur eine Vorlage.

Neben der Operation besteht im Prostatazentrum auch die Möglichkeit einer Strahlentherapie von außen (perkutan) oder einer Brachytherapie, bei der strahlendes Material in die Prostata implantiert wird.

Die perkutane Strahlentherapie führen wir in Kooperation mit der Klinik Dr. Hancken durch. Für genaue Informationen bitten wir Sie, die entsprechende Internetseite unseres Kooperationspartners zu nutzen. Die Implantation von strahlendem Material wird u. a. vom Universitätsklinikum Eppendorf angeboten, mit dem wir als akademisches Lehrkrankenhaus in enger Zusammenarbeit stehen.

Nach momentaner Datenlage stellt die Strahlentherapie ein prinzipiell gleichwertiges Verfahren zur Operation dar. Erst bei langen Nachbeobachtungszeiträumen von über zehn Jahren scheint die Operation einen leichten Vorteil im Hinblick auf das Rückfallrisiko (Rezidivfreiheit) zu haben. Bei jungen Patienten mit einer noch langen Lebenserwartung von über 15 Jahren geben wir daher der Operation den Vorzug.

Bei dieser Methode wird der Stein über einen operativen Schnitt direkt entfernt. Dieses Verfahren wird heute nur noch in sehr seltenen Ausnahmefällen angewendet, etwa bei komplexen Fällen oder wenn minimalinvasive Eingriffe nicht möglich sind.

Das Auftreten der typischen und von den Patienten gefürchteten Nebenwirkungen (Verlust der sexuellen Potenz und Harninkontinenz) ist durch die enge räumliche Beziehung der Prostata zu den umliegenden Organen und Nerven zu erklären.

Die Wahrscheinlichkeit einer bleibenden und höhergradigen Harninkontinenz nach radikaler Prostatektomie liegt bei uns bei unter 7 %. Die Schonung der für die Erektion notwendigen und direkt an der Prostatakapsel gelegenen Nerven ist dann möglich, wenn die Erkrankung so rechtzeitig erkannt wurde, dass kein Tumorgewebe zurückgelassen werden musste. In diesen Fällen kann die Erektionsfähigkeit in über 50 % der Fälle erhalten werden.

Die funktionelle Ergebnisqualität nach radikaler Prostatektomie ist vor allem für die betroffenen Patienten von sehr hoher Bedeutung. Wir kooperieren daher mit den nachbehandelnden Rehakliniken, um unsere Behandlungsergebnisse zu überprüfen. Dabei zeigt sich im Vergleich eine überdurchschnittlich gute Kontinenzrate unserer Patienten.

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Klinik für Urologie und Kinderurologie

Moderne Diagnostik und Therapie für Erkrankungen der Harnwege, Nieren, Prostata und männlichen Geschlechtsorgane.

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Ansprechpartner

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Dr. med.Sven Laabs
Chefarzt

Leiter des Prostatazentrums, Facharzt für Urologie


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Claudia-Andrea Nygaard
Sekretariat

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Dr. med.Julian Kneip
Oberarzt

Facharzt für Urologie


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Henner Schreiber
Oberarzt

Facharzt für Urologie, Medikamentöse Tumortherapie