Apotheke

Beratung und pharmazeutische Expertise

Die Apotheke am Elbe Klinikum Stade sorgt für eine zuverlässige und fachgerechte Arzneimittelversorgung aller Klinikstandorte. Dabei geht es um mehr als nur die reine Lieferung von Medikamenten, denn die Apotheke ist ein zentraler Partner für medizinische Qualität und Sicherheit.

Über die Apotheke

Das 14-köpfige Team der Apotheke versorgt rund 1.100 Betten und setzt sich aus Apothekerinnen und Apothekern sowie Mitarbeitenden der Bereiche Pharmazeutisch-technische Assistenz (PTA), Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz (PKA) sowie Transport und Logistik zusammen.

Für die stationäre und ambulante Versorgung der Patientinnen und Patienten hält die Apotheke mehr als 1.000 Fertigarzneimittel vor. Nicht industriell hergestellte Arzneimittel werden vor Ort individuell angefertigt. Dazu gehören beispielsweise Rezepturen wie Salben und Cremes für die Dermatologie sowie Lösungen und Suspensionen für die Kinderklinik.

Im angeschlossenen Analytik-Labor werden sämtliche Ausgangsstoffe vor ihrer Verwendung geprüft. Darüber hinaus erfolgen hier die Qualitätskontrollen der Eigenherstellungen sowie regelmäßige Untersuchungen von Fertigarzneimitteln.

Eine weitere zentrale Aufgabe der Apotheke ist die Beratung von Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften, um die Arzneimitteltherapiesicherheit jederzeit zu gewährleisten. Das Team unterstützt die medizinischen Bereiche bei allen arzneimittelbezogenen Fragestellungen – von der sachgerechten Lagerung und Anwendung über mögliche Neben- und Wechselwirkungen bis hin zur Auswahl geeigneter Wirkstoffe und erforderlichen Dosisanpassungen.

Leistungen

Die pharmazeutische Logistik der Krankenhausapotheke, umfasst heute weit mehr als die reine „Belieferung“ mit Arzneimitteln. Vielmehr geht es dabei um alle pharmazeutischen Dienstleistungen, die sicherstellen, dass die richtigen Arzneimittel in einwandfreier Qualität rechtzeitig und unter Einhaltung aller fachlichen und gesetzlichen Anforderungen für die Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen.

Ausschlaggebend dafür ist die Arzneimittelkommission unter dem Vorsitz der Apothekenleitung. Sie ist auch für die Erstellung und Fortschreibung der Arzneimittelliste unter Berücksichtigung medizinischer, pharmazeutischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte verantwortlich. Dies wiederrum hat einen wesentlichen Einfluss auf die Therapiestandards der versorgenden Einrichtungen.

Aufgrund der großen Anzahl von über 100.000 im Handel befindlichen Produkte erhalten Patientinnen und Patienten im Krankenhaus daher oft nicht das gleiche Arzneimittel wie zu Hause. Oft sind es andere Tabletten mit dem gleichen Wirkstoff, manchmal kommt aber auch ein anderer, äquivalenter Wirkstoff zum Einsatz. Die Apotheke unterstützt die Ärztinnen und Ärzte bei der Umstellung und für einige Indikationen, wie z. B. Bluthochdruck, verabschiedet die Arzneimittelkommission Äquivalenzlisten. Die Anwendung bestimmter Arzneimittel unterliegt besonderen Dokumentationspflichten, die von der Apotheke übernommen werden. 

Die Mitarbeitenden der Apotheke sind wichtige Ansprechpersonen für Ärztinnen und Ärzte sowie das Pflegepersonal bei allen Fragen zur Arzneimitteltherapie. Somit sind sie ein wichtiger Partner, um die Arzneimitteltherapiesicherheit und damit die Patientensicherheit zu gewährleisten. Dabei geht es nicht nur um die Verfügbarkeit eines Arzneimittels, seine Lagerung oder seine Anwendung, sondern auch um Dosisanpassungen und Therapiealternativen. Durch die Bereitstellung von Informationen kann die Apotheke dem ärztlichen Personal Entscheidungshilfen für eine evidenzbasierte Therapie an die Hand geben.

Mittlerweile ist die digitale Patientenkurve fest etabliert – auch die Anordnung von Arzneimitteln erfolgt mithilfe eines EDV-Programms. Apothekerinnen und Apotheker können mit dieser Schnittstelle im Bedarfsfall in Kontakt mit Ärztinnen und Ärzten treten wie in Fällen arzneimittelbezogener Probleme.

Bei der Arzneimittelherstellung werden zwei Prozesse unterschieden:

  • Die Defektur, bei der Arzneimittel für den allgemeinen Bedarf auf Vorrat hergestellt werden, und 
  • die Rezeptur, bei der Arzneimittel individuell für eine Patientin oder einen Patienten hergestellt werden. 

Die Herstellung von Arzneimitteln – sowohl Defektur als auch Rezeptur – erfolgt stets nach eingehender Prüfung und selbstverständlich unter Berücksichtigung von Qualitätskriterien.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Versorgung der dermatologischen Abteilung des Elbe Klinikums Buxtehude, für die wir jährlich ca. 2.000 Zubereitungen abgeben. Die Qualität der verwendeten Ausgangsstoffe, Packmittel und Herstellungsprodukte werden in dem eigenen Labor untersucht. Hierbei kommen sowohl bewährte Verfahren wie die Dünnschichtchromatographie als auch moderne Methoden wie die Nahinfrarot-Spektroskopie zum Einsatz. 

Die Apotheke verfügt über ein eigenes Qualitätsmanagementsystem. Ziel ist es, durch Prozessoptimierung eine kontinuierliche Verbesserung zu erlangen und so die Qualität der eigenen Produkte und Dienstleistungen fortlaufend sicherzustellen.

Ansprechpartner

Dr.Peter Dobberkau
Chefapotheker

Fachapotheker für Pharmazeutische Analytik

Peter.Dobberkau@elbekliniken.de