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Institut für Labordiagnostik, Mikrobiologie und Transfusionsmedizin (ILMT)

Mit Präzision und interdisziplinärer Zusammenarbeit

Ob Herzinfarkt, Sepsis, Lungenentzündung, Leukämie oder Diabetes – das Institut für Labordiagnostik an den Elbe Kliniken Stade und Buxtehude ist maßgeblich an der Diagnose von Erkrankungen beteiligt und erbringt rund um die Uhr jährlich Millionen wichtiger Analysen. 

Über das Institut

Maßgeblich für die Diagnose von in Kliniken behandelten Patientinnen und Patienten sind zu 70 % die Ergebnisse der Labordiagnostik. Unser Institut erbringt daher an zwei Standorten im 24/7-Betrieb, 365 Tagen im Jahr, für die Kliniken und vereinzelte externe Einrichtungen Laboruntersuchungen aus dem gesamten Spektrum der Labormedizin – einschließlich Mikrobiologie und Transfusionsmedizin.
 

Leistungen pro Jahr in Zahlen (gerundet)


Das Labor beteiligt sich an den Transfusions-, Hygiene-, POCT- und Laborkommissionen und pflegt enge Kooperationen mit der MTL-Schule für die Praxisanleitung von MTL-Schülerinnen und Schülern. Zudem bestehen weitere Kooperationen mit dem zellbiologischen Forschungslabor Buxtehude und dem Institut für Pathologie.

Das Team umfasst 37 Medizinische Technologinnen und Technologen, eine Laborassistenz sowie drei Fachärztinnen bzw. Fachärzte, darunter zwei für Laboratoriumsmedizin und Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie sowie eine Person mit der Bezeichnung Transfusionsmedizin und Innere Medizin, ABS-Expertin bzw. ABS-Experte.

Leistungen

Dieser Bereich ist die erste Anlaufstelle der Laborproben. Hier wird geprüft, ob das richtige Untersuchungsmaterial für die gewünschten Laboranalysen entnommen wurde, der richtige Barcode vorhanden und die Füllmenge korrekt ist. Außerdem werden Proben für den Versand zur Spezialanalytik an externe Partnerlabore vorbereitet. Anschließend werden die Proben sortiert, zentrifugiert, ggf. aufgeteilt und den einzelnen Fachbereichen zugeordnet. Diese Prozesse, die vor der eigentlichen Analytik abgearbeitet werden, fasst man auch unter dem Begriff „Präanalytik“ zusammen.

Unter diesen Fachbereich fallen die meisten Analysen. Es werden Parameter aus Serum, Plasma, Urin, Punktaten und Liquor, dem so genannten „Nervenwasser“, bestimmt. Das Untersuchungsspektrum ist breit gefächert und reicht von häufig angeforderten Analysen des sogenannten Basislabors bis hin zu speziellen, selten angeforderten Einzeluntersuchungen. Dazu gehören beispielsweise die Bestimmung von Elektrolyten, Spurenelementen, Enzymen, Stoffwechselparametern, Hormonen und Tumormarkern sowie von Medikamenten und Drogen. Auch anspruchsvolle Methoden der Infektionsserologie werden durch unser erfahrenes Team abgearbeitet (u. a. Hepatitis und HIV). Die schnelle Bereitstellung von Ergebnissen für die Notfalldiagnostik (z. B. „Herzinfarkt-Marker“ wie hochsensitives Troponin T) gehört ebenfalls zu den Aufgaben des Fachbereiches.

Die Hämatologie beschäftigt sich mit Veränderungen der zellulären Blutbestandteile, also der roten und weißen Blutkörperchen sowie der Blutplättchen. Die Bestimmung des sogenannten „kleinen“ Blutbildes dient dabei als Basisdiagnostik zur Erkennung von Blutarmut, Infektionen und Entzündungen. Bluterkrankungen wie Leukämie werden mithilfe eines „großen“ Blutbildes untersucht. Dabei werden auffällige Differentialblutbilder von qualifizierten MTL manuell mikroskopiert und beurteilt. Darüber hinaus wird in diesem Fachbereich die Analyse „HbA1c“ zur Verlaufsbeurteilung bei Diabetes mellitus mittels Hochleistungsflüssigchromatographie (HPLC) durchgeführt.

In diesem Fachbereich befassen wir uns mit der Diagnostik von Veränderungen der Blutgerinnung. Diese können einerseits zu einer vermehrten Bildung von Blutgerinnseln mit Gefäßverschlüssen (Thrombosen, Embolien) und andererseits zu einer erhöhten Blutungsneigung führen. Auch das Vorhandensein bzw. die Wirkung „blutverdünnender” Medikamente kann nachgewiesen werden. Dadurch ist es möglich, z. B. vor Operationen mögliche Risiken abzuschätzen und gerinnungshemmende Therapien zu überwachen.

Zu diesem Aufgabengebiet zählen die Blutversorgung der Patientinnen und Patienten, die Durchführung blutgruppenserologischer Untersuchungen sowie die Betreuung und Beratung der klinisch tätigen Ärztinnen und Ärzten bei Spezialfragen. Das Labor steht für die Transfusionsdiagnostik rund um die Uhr bereit, um eine optimale und in Notfällen schnelle Versorgung mit Blutprodukten zu gewährleisten. Im Blutdepot jedes Laborstandortes werden Blutkonserven für die Patientinnen und Patienten der Elbe Kliniken bereitgehalten, verwaltet und zur Transfusion ausgegeben. An beiden Standorten werden jährlich rund 4.000 dieser Produkte transfundiert. Blutgruppen und Antikörper werden untersucht, kompatible (d. h. verträgliche) Produkte ausgewählt und Verträglichkeitsuntersuchungen durchgeführt. Durch die Einhaltung aller gültigen Qualitätsstandards wird ein Höchstmaß an Sicherheit garantiert.

Das Ziel der Mikrobiologie ist der Nachweis von Bakterien und Pilzen als verantwortliche Infektionserreger, um zeitnah eine zielgerichtete Antiinfektiva-Therapie, insbesondere kritisch kranker Patientinnen und Patienten, zu ermöglichen. Ein weiteres Aufgabenfeld besteht in der Überwachung multiresistenter Erreger zur Prävention von Übertragungen im Krankenhaus und der Analyse von Hygieneproben. Es kommen alle gängigen Verfahren zum Einsatz, um schnellstmöglich ein valides und qualitativ hochwertiges Ergebnis zu generieren, damit eine spezifische Therapie eingeleitet werden kann. Dabei verwenden wir klassische Kulturverfahren genauso wie sehr moderne Technologien (Keimidentifizierung mittels der Massenspektrometrie/MALDI-TOF-MS). Schwerpunkte unserer Arbeit sind die Diagnostik aerober und anaerober Bakterien und von Pilzen aus verschiedenen Untersuchungsmaterialien sowie die Resistenztestung (Austestung verschiedener Antibiotika mittels manueller und automatisierter Methoden). Die Blutkultur- und Liquordiagnostik steht hierbei rund um die Uhr zur Verfügung. Außerdem werden z. B. Urine, Atemwegssekrete, Abstriche und so genannte Screening-Abstriche zum Nachweis multiresistenter Erreger untersucht (z. B. MRSA, MRGN, VRE).

Ansprechpartner

EKS_Labor-S-Friedewald
Dr. med.Steffen Friedewald
Institutsleiter

Facharzt für Laboratoriumsmedizin, Bluttransfusionswesen, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und InfektionsepidemiologieKrankenhaushygiene und Ärztliches Qualitätsmanagement, Fachbegutachter „Medizinische Laboratorien“ der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS)

04141-97-2182 Steffen.Friedewald@elbekliniken.de


EKS_Labor-A-Von-Thomsen
Dr. med.Alexander von Thomsen
Leitender Oberarzt

Facharzt für Laboratoriumsmedizin, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie


EKS_Labor-A-Hell
Anette Hell
Oberärztin

Transfusionsverantwortliche, Fachärztin für Transfusionsmedizin, Fachärztin für Innere Medizin, Krankenhaushygiene, Antibiotic Stewardship-Expertin (DGKH)


EKS_Labor-N-Polzin
M.Sc. (Biomedical Sciences)Nina Polzin
Leitende MTL Standort Stade


EKS_Labor-S-Keusemann
Sigrid Keusemann
Leitende MTL Standort Buxtehude