Über das Labor
Das Labor für Molekulare Zellbiologie (LMZ) am Elbe Klinikum Buxtehude ist seit 1996 Teil der Klinik für Dermatologie und verbindet wissenschaftliche Forschung, moderne Diagnostik und klinische Anwendung. Zu den Untersuchungsschwerpunkten zählen zelluläre, molekulare, genetische und epigenetische Mechanismen der durch UV-Strahlung verursachten Hautkrebsentstehung.
Im Mittelpunkt der Forschung stehen die häufigsten Formen von Hautkrebs – das maligne Melanom (MM), das Basalzellkarzinom (BCC) und das Plattenepithelkarzinom (SCC). Ziel ist es, die grundlegenden Prozesse der Tumorentwicklung besser zu verstehen und daraus neue Ansätze für Prävention, Diagnostik, Prognose und Therapie abzuleiten. Angesichts von rund 300.000 Neuerkrankungen pro Jahr allein in Deutschland leistet diese Forschung einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung einer der weltweit häufigsten Krebserkrankungen.
Die wissenschaftliche Arbeit des LMZ wird seit vielen Jahren durch Drittmittel gefördert, unter anderem durch Bundesministerien und die Deutsche Krebshilfe. Darüber hinaus beteiligt sich das Labor erfolgreich an Industrieprojekten und kooperiert mit zahlreichen Forschungspartnern. Durch die enge Vernetzung mit nationalen und internationalen Einrichtungen, darunter das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg und die Harvard University, entstehen innovative Forschungsprojekte mit hoher klinischer Relevanz.
Neben der Forschung unterstützt das Labor die Patientenversorgung durch ein breites Spektrum diagnostischer Leistungen. Dazu gehören molekularbiologische Analysen von Tumor-DNA, allergologische und mykologische Untersuchungen sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der UV-Therapie. Für diese Arbeiten kommen moderne Methoden wie quantitative PCR (qPCR), Pyrosequenzierung, Immunhistochemie, Durchflusszytometrie, konfokale Laserscanning-Mikroskopie und Next-Generation-Sequencing zum Einsatz.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die klinische Praxis. Das Labor arbeitet eng mit den klinischen Fachabteilungen der Elbe Kliniken Stade-Buxtehude sowie mit Tumorzentren zusammen, um neue Konzepte für eine personalisierte Diagnostik und Therapie zu entwickeln. Die Mitarbeit in nationalen und internationalen Fachgremien, darunter die Strahlenschutzkommission (SSK) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO), trägt dazu bei, Forschungsergebnisse unmittelbar in Maßnahmen zur Hautkrebsprävention einfließen zu lassen.
Darüber hinaus engagiert sich das LMZ in der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses und betreut medizinische sowie naturwissenschaftliche Abschlussarbeiten. Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen dokumentieren die Forschungsleistungen des Labors und tragen dazu bei, die Patientenversorgung kontinuierlich weiterzuentwickeln.
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