Zentrale Notaufnahme in Buxtehude

Interdisziplinäre Notfallversorgung in Buxtehude rund um die Uhr

Die ZNA des Elbe Klinikums Buxtehude sichert als Basisversorger im nördlichen Niedersachsen die überregionale Notfallversorgung. Jährlich werden rund 30.000 Menschen akut- und notfallmedizinisch betreut.

Über die Notaufnahme

Die ZNA des Elbe Klinikums Buxtehude ist eine eigenständig organisierte und strukturierte Abteilung unter ärztlicher und pflegerischer Leitung. Die Pflegemitarbeiterinnen und -mitarbeiter sind fest zugeordnet, während sich das ärztliche Team aus ZNA-Ärztinnen und -Ärzten sowie aus Assistenz-, Fach- und Oberärztinnen und -ärzten der notfallmedizinisch involvierten Fachabteilungen zusammensetzt.

Ein interdisziplinäres Team versorgt Patientinnen und Patienten rund um die Uhr gemäß ihrer Behandlungsdringlichkeit auf Basis des Manchester Triage Systems. Neben der allgemeinen Notfallversorgung wird die Behandlung von Schwerverletzten oder lebensbedrohlich Erkrankten im Schockraum gewährleistet. Zusätzlich findet mittwochs sowie an den Wochenenden und Feiertagen die Notfallsprechstunde der Kassenärztlichen Vereinigung (hausärztlicher Notdienst) am Klinikum statt.

Wichtige Informationen

In der Notaufnahme werden Patientinnen und Patienten nach der Schwere ihrer Erkrankung oder Verletzung behandelt – nicht nach der Reihenfolge ihres Eintreffens. Schwerwiegende und lebensbedrohliche Notfälle werden sofort versorgt. Dadurch können für weniger dringliche Beschwerden Wartezeiten entstehen. Ausführliche Informationen haben wir Ihnen dafür im Folgenden zusammengefasst.

In unserer Zentralen Notaufnahme werden alle Patientinnen und Patienten nach ihrer medizinischen Dringlichkeit behandelt. Das bedeutet: Menschen mit lebensbedrohlichen oder besonders schweren Erkrankungen oder Verletzungen werden sofort versorgt – auch wenn sie später eingetroffen sind.

Daher kann es vorkommen, dass Patientinnen und Patienten mit weniger dringenden Beschwerden längere Wartezeiten haben.

Wartezeiten können außerdem entstehen durch:

  • stationäre Aufnahmen
  • Verlegungen (inner- und außerklinisch)
  • Versorgung von Notfällen auf Station im Bereitschaftsdienst

Wir bitten um Ihr Verständnis. Unser Ziel ist es, alle Patientinnen und Patienten sicher und entsprechend ihrer medizinischen Bedürfnisse zu versorgen.

Nach einem Unfall oder im Falle einer bedrohlichen Erkrankung können Sie ohne ärztliche Einweisung und ohne Voranmeldung direkt in die Notaufnahme kommen oder den Notruf 112 verständigen. Die Notaufnahme ist insbesondere für lebensbedrohliche Erkrankungen (z. B. Schlaganfall oder Herzinfarkt) oder schwere Verletzungen (z. B. Verbrennungen, Knochenbrüche oder Schnitt- und Platzwunden) vorgesehen.

Typische Beschwerden, bei denen eine sofortige Vorstellung in der Notaufnahme sinnvoll oder notwendig sein kann:

Notfälle

  • Brustschmerzen oder Verdacht auf Herzinfarkt

  • Atemnot oder schwere Atembeschwerden

  • Schlaganfallzeichen (z. B. Lähmungen, Sprachstörungen, hängender Mundwinkel)

  • Bewusstlosigkeit oder Krampfanfälle

  • starke Blutungen

  • schwere Verletzungen nach Unfall

  • Knochenbrüche mit Fehlstellung

  • schwere Verbrennungen

  • plötzliche starke Schmerzen unbekannter Ursache

  • schwere allergische Reaktionen

  • Vergiftungen

  • hohes Fieber mit schwerem Krankheitsgefühl

Diese Beschwerden sollten häufig zunächst durch die hausärztliche Praxis, den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116117) oder eine fachärztliche Praxis abgeklärt werden:

Häufig keine Notfälle

  • chronische und atraumatische Schmerzen (ohne vorherige äußere Gewalteinwirkung)

  • Erkältung oder Husten ohne Atemnot

  • Halsschmerzen

  • Schnupfen

  • leichte Ohrenschmerzen

  • seit Tagen oder Wochen bestehende Rückenschmerzen

  • länger bestehende Gelenkschmerzen

  • Medikamentenrezepte

  • Krankschreibungen

  • Kontrolluntersuchungen

  • chronische Beschwerden ohne akute Verschlechterung

  • leichte Magen-Darm-Beschwerden ohne Austrocknung oder starke Schmerzen

  • kleinere Schnitt- oder Schürfwunden

  • Insektenstiche ohne schwere allergische Reaktion

Wichtig: Auch scheinbar harmlose Beschwerden können im Einzelfall ernst sein. Wenn Sie unsicher sind, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt, den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 oder in lebensbedrohlichen Situationen an den Rettungsdienst unter 112.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung hilft bei Erkrankungen, bei denen Sie normalerweise einen niedergelassenen Arzt (z. B. Haus- oder Kinderarzt) aufsuchen würden – eine Behandlung jedoch aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Öffnungstag warten kann.

(Hausärztlicher) Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung in Stade:
Mittwoch und Freitag: 17:00 bis 19:00 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 09:00 bis 11:00 Uhr sowie 17:00 bis 19:00 Uhr
Telefon 116 117
www.116117.de

In der ZNA Buxtehude werden Notfälle im Kindes- und Jugendalter nur versorgt, wenn es sich um chirurgische oder dermatologische Erkrankungen bzw. BG-Unfälle handelt. Bei internistischen und kardiologischen Erkrankungen müssen sich Patientinnen und Patienten bis zum 18. Lebensjahr im Notfall direkt in der Kinderklinik des Elbe Klinikums Stade vorstellen.

Auch im Notfall sollten Sie Folgendes dabeihaben:

  • idealerweise einen Medikamentenplan mit lesbarem QR-Code

  • Chipkarte Ihrer Krankenkasse

  • aktuelle Liste Ihrer regelmäßig eingenommenen Medikamente

  • Impfausweis

  • Arzt-/Krankenhausberichte

Bei Ankunft in der Zentralen Notaufnahme werden Sie als Patient in unserem EDV-System angemeldet. Bitte halten Sie dafür Ihre Einweisung und Ihre Krankenkassenkarte bereit. Anschließend erfolgt die Ersteinschätzung und es wird Ihnen ein Behandlungsplatz zugewiesen oder Sie werden gebeten, im Warteraum Platz zu nehmen.

Eine speziell geschulte Pflegekraft übernimmt die standardisierte Ersteinschätzung auf Basis des Manchester Triage Systems und legt die Priorität bei der Behandlung fest. Hieraus ergeben sich die medizinisch notwendige Dringlichkeit der weiteren Behandlung und die Behandlungsreihenfolge.

Bei uns in der Zentralen Notaufnahme treffen Patientinnen und Patienten mit unterschiedlich schweren Erkrankungen oder Verletzungen häufig zeitgleich ein oder werden vom Rettungsdienst eingeliefert. Die Reihenfolge der Behandlung ergibt sich jedoch nicht aus der Reihenfolge des Eintreffens, sondern nach dem Grundsatz des Manchester-Triage-Systems: „Je schwerer eine Patientin oder ein Patient erkrankt bzw. verletzt ist, desto dringlicher muss die ärztliche Behandlung erfolgen.“

So ist es auch möglich, dass eine Patientin oder ein Patient, der nach Ihnen in der Notaufnahme eingetroffen ist, vor Ihnen behandelt werden muss. Weiterhin kann es zu unterschiedlichen Wartezeiten in Abhängigkeit von der primär zuständigen Fachdisziplin kommen. Wir bitten in diesen Fällen um Ihr Verständnis und um Geduld, sind aber selbstverständlich immer bemüht, Ihre Wartezeit so kurz wie möglich zu halten.

Um eine frühzeitige und schnelle Diagnostik zu gewährleisten, wird Ihnen – abhängig vom Vorstellungsgrund – bereits vor dem Arztkontakt Blut zur Labordiagnostik entnommen und häufig auch ein EKG aufgezeichnet. Es folgen eine Befragung und Untersuchung durch einen Arzt der Notaufnahme und, falls notwendig, weitere Untersuchungen, wie etwa Ultraschall, Röntgenaufnahmen oder Computertomographie. Sind diese abgeschlossen und liegen die Laborwerte vor, bespricht Ihr Arzt mit Ihnen das weitere Vorgehen.

Je nach Schwere Ihrer Erkrankung/Verletzung wird der Arzt eine stationäre Behandlung empfehlen, sodass Sie von der Notaufnahme direkt in eine Abteilung des Klinikums stationär aufgenommen werden.

Sollte Ihre Erkrankung auch im Rahmen einer ambulanten Weiterversorgung möglich sein keiner weiteren Behandlung bedürfen, so können Sie nach dem Abschlussgespräch nach Hause entlassen werden. Sie erhalten zur Vorlage bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt die Untersuchungsergebnisse sowie einen schriftlichen Befund.

Eine Voranmeldung mit Arzt-zu-Arzt-Übergabe ist bei vital bedrohten Patientinnen und Patienten sowie bei notarztbegleiteten Transporten dringend erforderlich. Die Anmeldung erfolgt über die in den Diensttelefonen der Rettungsmittel hinterlegten Rufnummern der Zentralen Notaufnahme oder der Telefonzentrale (04161 703-0).

Bei allen Voranmeldungen bitten wir um:

  • Mitteilung der benötigten Fachdisziplinen,
  • der Verdachtsdiagnose bzw. des Unfallmechanismus,
  • eine klinische Einschätzung der Patientin oder des Patienten (stabil/instabil) und
  • eine mutmaßliche Eintreffzeit.

In unserem Schockraum werden kritisch kranke Patientinnen und Patienten in unserem Schockraum aufgenommen und übergeben. Nach individueller Rücksprache ist bei Patientinnen und Patienten mit einem akuten ST-Hebungsinfarkt eine Direktanfahrt ins Herzkatheterlabor vorgesehen. Wenn die Patientinnen und Patienten stabil sind, werden sie nach einer ersten Sichtung in einen Untersuchungsraum bzw. an einen Behandlungsplatz gebracht. Die Übergabe durch die Notärztin oder den Notarzt oder das Rettungsdienstfachpersonal finden ebenso direkt vor Ort statt, bevor die Umlagerung der Patientin oder des Patienten beginnt.

Wenn Sie als niedergelassene Ärztin oder Arzt Notfallpatienten ins Krankenhaus einweisen möchten, beachten Sie bitte folgendes: 

  • Patientinnen und Patienten benötigen eine von der einweisenden Ärztin oder vom einweisenden Arzt vollständig und leserlich ausgefüllte Krankenhaus-Notfalleinweisung.
  • Weiterhin sind Krankenkassenkarte, ein aktueller Medikamentenplan sowie ggf. Vorbefunde (z. B. EKG, Arztbriefe) mitzuführen.
  • Krankenhaus-Notfalleinweisungen müssen telefonisch (Telefon 04161-703-0) in der ZNA vorangemeldet werden oder können auch über die Zentrale in einem Arzt-zu-Arzt-Gespräch mit der leitenden Ärztin angemeldet werden. 

Ansprechpartner

EKB_ZNA_C-Bunz-De-Mattes
Christina Bunz de Mattes
Ärztliche Leitung

Fachärztin für Allgemeine Chirurgie, Zusatzweiterbildung: Notfallmedizin

Zusatzbezeichnung: Klinische Akut- und Notfallmedizin


EKB_ZNA_C-Maukel
Christina Maukel
Funktionsleitung, Funktionsdienst ZNA

Fachpflegekraft Notfall, Weiterbildung: Notfallpflege, Praxisanleiterin, Wundexpertin