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Zentrale Notaufnahme in Stade

Im Notfall für Sie da!

Die ZNA des Elbe Klinikums Stade sichert 24/7 im nördlichen Niedersachsen die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit schwerwiegenden oder lebensbedrohlichen Erkrankungen.

Über die Notaufnahme

Die ZNA am Elbe Klinikum Stade ist zertifiziert als „umfassende Notfallversorgung“. Dies stellt die höchste Stufe im deutschen Notfallstufenkonzept dar. Wir gewährleisten damit auch bei komplexesten Fällen, die eine Vielzahl von Fachkenntnissen und Ressourcen erfordern, eine qualitativ hochwertige und schnelle Versorgung. 

Das medizinische und pflegerische Personal sämtlicher Fachbereiche kümmert sich rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr um die Patientinnen und Patienten – rund 50.000 im Jahr. Damit sind wir die am meisten frequentierte ZNA der Region.

 

In der Notaufnahme werden Patientinnen und Patienten nach der Schwere ihrer Erkrankung oder Verletzung behandelt – nicht nach der Reihenfolge ihres Eintreffens. Schwerwiegende und lebensbedrohliche Notfälle werden sofort versorgt. Dadurch können für weniger dringliche Beschwerden Wartezeiten entstehen. Ausführliche Informationen haben wir Ihnen dafür im Folgenden zusammengefasst.

In unserer Zentralen Notaufnahme werden alle Patientinnen und Patienten nach ihrer medizinischen Dringlichkeit behandelt. Das bedeutet: Menschen mit lebensbedrohlichen oder besonders schweren Erkrankungen oder Verletzungen werden sofort versorgt – auch wenn sie später eingetroffen sind.

Daher kann es vorkommen, dass Patientinnen und Patienten mit weniger dringenden Beschwerden längere Wartezeiten haben.

Wartezeiten können außerdem entstehen durch:

  • die gleichzeitige Behandlung mehrerer schwer erkrankter oder verletzter Personen

  • notwendige Untersuchungen (z. B. Blutuntersuchungen, Röntgen, CT oder Ultraschall)

  • die Auswertung von Untersuchungsergebnissen

  • die Abstimmung mit Fachabteilungen

  • die begrenzte Verfügbarkeit von Behandlungsräumen

Wir bitten um Ihr Verständnis. Unser Ziel ist es, alle Patientinnen und Patienten sicher und entsprechend ihrer medizinischen Bedürfnisse zu versorgen.

Nach einem Unfall oder im Falle einer bedrohlichen Erkrankung können Sie ohne ärztliche Einweisung und ohne Voranmeldung direkt in die Notaufnahme kommen oder den Notruf 112 verständigen. Die Notaufnahme ist insbesondere für lebensbedrohliche Erkrankungen (z. B. Schlaganfall oder Herzinfarkt) oder schwere Verletzungen (z. B. Verbrennungen, Knochenbrüche oder Schnitt- und Platzwunden) vorgesehen.

Typische Beschwerden, bei denen eine sofortige Vorstellung in der Notaufnahme sinnvoll oder notwendig sein kann:

Notfälle

  • Brustschmerzen oder Verdacht auf Herzinfarkt

  • Atemnot oder schwere Atembeschwerden

  • Schlaganfallzeichen (z. B. Lähmungen, Sprachstörungen, hängender Mundwinkel)

  • Bewusstlosigkeit oder Krampfanfälle

  • starke Blutungen

  • schwere Verletzungen nach Unfall

  • Knochenbrüche mit Fehlstellung

  • schwere Verbrennungen

  • plötzliche starke Schmerzen unbekannter Ursache

  • schwere allergische Reaktionen

  • Vergiftungen

  • akute Suizidgefahr oder schwere psychiatrische Krisen

  • hohes Fieber mit schwerem Krankheitsgefühl, insbesondere bei Säuglingen oder immungeschwächten Personen

Diese Beschwerden sollten häufig zunächst durch die hausärztliche Praxis, den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116117) oder eine fachärztliche Praxis abgeklärt werden:

Häufig keine Notfälle

  • Erkältung oder Husten ohne Atemnot

  • Halsschmerzen

  • Schnupfen

  • leichte Ohrenschmerzen

  • seit Tagen oder Wochen bestehende Rückenschmerzen

  • länger bestehende Gelenkschmerzen

  • Medikamentenrezepte

  • Krankschreibungen

  • Kontrolluntersuchungen

  • chronische Beschwerden ohne akute Verschlechterung

  • leichte Magen-Darm-Beschwerden ohne Austrocknung oder starke Schmerzen

  • kleinere Schnitt- oder Schürfwunden

  • Insektenstiche ohne schwere allergische Reaktion

Wichtig: Auch scheinbar harmlose Beschwerden können im Einzelfall ernst sein. Wenn Sie unsicher sind, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt, den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 oder in lebensbedrohlichen Situationen an den Rettungsdienst unter 112.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung hilft bei Erkrankungen, bei denen Sie normalerweise einen niedergelassenen Arzt (z. B. Haus- oder Kinderarzt) aufsuchen würden – eine Behandlung jedoch aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Öffnungstag warten kann.

(Hausärztlicher) Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung in Stade:
Mi und Fr 16.00 bis 20.00 Uhr
Sa, So und Feiertag 09.00 bis 13.00 Uhr und 14.00 bis 20.00 Uhr
Telefon 116 117
www.116117.de

Die Versorgung von Notfällen im Kindes- und Jugendalter erfolgt durch die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Patientinnen und Patienten bis zum 18. Lebensjahr stellen sich im Notfall direkt in der Kinderklinik vor. Ausnahmen sind verunfallte Kinder und Jugendliche. Diese werden in der Zentralen Notaufnahme durch die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie versorgt.

Neben der Notfallversorgung der Kinderklinik findet im Elbe Klinikum Stade analog zum Hausärztlichen Bereitschaftsdienst der Kinderärztliche Bereitschaftsdienst in den Räumlichkeiten der Pädiatrie-Ambulanz:

Kinderärztlicher Bereitschaftsdienst im Elbe Klinikum Stade:
Mi und Fr 16.00 bis 20.00 Uhr
Sa, So und Feiertag 10.00 bis 20.00 Uhr
Telefon 04141 66086-6
Telefonische Anmeldung erforderlich

Auch im Notfall sollten Sie Folgendes dabeihaben:

  • Chipkarte Ihrer Krankenkasse

  • aktuelle Liste Ihrer regelmäßig eingenommenen Medikamente

  • Impfausweis

  • Arzt-/Krankenhausberichte

Bei Ankunft in der Zentralen Notaufnahme werden Sie als Patient in unserem EDV-System angemeldet. Bitte halten Sie dafür Ihre Einweisung und Ihre Krankenkassenkarte bereit. Anschließend erfolgt die Ersteinschätzung und es wird Ihnen ein Behandlungsplatz zugewiesen oder Sie werden gebeten, im Warteraum Platz zu nehmen.

Eine speziell geschulte Pflegekraft übernimmt die standardisierte Ersteinschätzung auf Basis des Manchester Triage Systems und legt die Priorität bei der Behandlung fest. Hieraus ergeben sich die medizinisch notwendige Dringlichkeit der weiteren Behandlung und die Behandlungsreihenfolge.

Bei uns in der Zentralen Notaufnahme treffen Patientinnen und Patienten mit unterschiedlich schweren Erkrankungen oder Verletzungen häufig zeitgleich ein oder werden vom Rettungsdienst eingeliefert. Die Reihenfolge der Behandlung ergibt sich jedoch nicht aus der Reihenfolge des Eintreffens, sondern nach dem Grundsatz des Manchester-Triage-Systems: „Je schwerer eine Patientin oder ein Patient erkrankt bzw. verletzt ist, desto dringlicher muss die ärztliche Behandlung erfolgen.“

So ist es auch möglich, dass eine Patientin oder ein Patient, der nach Ihnen in der Notaufnahme eingetroffen ist, vor Ihnen behandelt werden muss. Weiterhin kann es zu unterschiedlichen Wartezeiten in Abhängigkeit von der primär zuständigen Fachdisziplin kommen. Wir bitten in diesen Fällen um Ihr Verständnis und um Geduld, sind aber selbstverständlich immer bemüht, Ihre Wartezeit so kurz wie möglich zu halten.

Um eine frühzeitige und schnelle Diagnostik zu gewährleisten, wird Ihnen – abhängig vom Vorstellungsgrund – bereits vor dem Arztkontakt Blut zur Labordiagnostik entnommen und häufig auch ein EKG aufgezeichnet. Es folgen eine Befragung und Untersuchung durch einen Arzt der Notaufnahme und, falls notwendig, weitere Untersuchungen, wie etwa Ultraschall, Röntgenaufnahmen oder Computertomographie. Sind diese abgeschlossen und liegen die Laborwerte vor, bespricht Ihr Arzt mit Ihnen das weitere Vorgehen.

Je nach Schwere Ihrer Erkrankung/Verletzung wird der Arzt eine stationäre Behandlung empfehlen, sodass Sie von der Notaufnahme direkt in eine Abteilung des Klinikums stationär aufgenommen werden.

Sollte Ihre Erkrankung auch im Rahmen einer ambulanten Weiterversorgung möglich sein oder keiner weiteren Behandlung bedürfen, so können Sie nach dem Abschlussgespräch nach Hause entlassen werden. Sie erhalten zur Vorlage bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt die Untersuchungsergebnisse sowie einen schriftlichen Befund.

Insbesondere bei vital bedrohten Patientinnen und Patienten und notarztbegleiteten Transporten ist eine Voranmeldung mit Arzt-zu-Arzt-Übergabe Pflicht.

Diese erfolgt über die in den Diensttelefonen der Rettungsmittel hinterlegten Rufnummern (Zentrale Notaufnahme, Chest Pain Unit, Internistische oder Operative Intensivstation) oder über die Telefonzentrale 04141 97-0.

Bei allen Voranmeldungen bitten wir um:

  • Mitteilung der benötigten Fachdisziplinen,

  • der Verdachtsdiagnose bzw. des Unfallmechanismus,

  • eine klinische Einschätzung der Patientin oder des Patienten (stabil/instabil) und

  • eine mutmaßliche Eintreffzeit.

Kritisch kranke Patientinnen und Patienten werden in unseren Notfall- und Schockräumen bzw. auf einer der Intensivstationen aufgenommen und übergeben.

Patientinnen und Patienten mit einem akuten Koronarsyndrom (ACS) werden in der Chest Pain Unit aufgenommen.

Für Patientinnen oder Patienten mit akutem ST-Hebungsinfarkt ist nach Rücksprache über das CPU-Telefon eine Direktanfahrt im Herzkatheterlabor vorgesehen.

Stabilen Patientinnen und Patienten wird nach einer ersten Sichtung ein Untersuchungsraum bzw. Behandlungsplatz zugewiesen, wo auch die Übergabe stattfindet.

Die Patientenübergabe durch den Notarzt oder das Rettungsdienstfachpersonal erfolgt patientenseitig direkt am Übergabe- oder Behandlungsplatz. Generell erfolgt diese vor Umlagerung der Patientin oder des Patienten.

Wenn Sie als niedergelassene Ärztin oder niedergelassener Arzt Notfallpatientinnen oder -patienten ins Krankenhaus einweisen möchten, beachten Sie bitte folgendes:

  • Patientinnen und Patienten benötigen eine von der einweisenden Ärztin oder vom einweisenden Arzt vollständig und leserlich ausgefüllte Krankenhaus-Notfalleinweisung.

  • Weiterhin sind Krankenkassenkarte, ein aktueller Medikamentenplan sowie ggf. Vorbefunde (z. B. EKG, Arztbriefe) mitzuführen.

  • Krankenhaus-Notfalleinweisungen müssen telefonisch (Telefon 04141 97-0) der ZNA vorangemeldet werden.

Ansprechpartner

EKS_ZNA-A-Roemgens
Dr. med.Andre Römgens
Chefarzt

Facharzt für Innere Medizin, Antibiotic Stewardship Expert (ABS-Experte)

Zusatzbezeichnung: Klinische Akut- und Notfallmedizin

Rettungsdienst


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Dörte Meyer
Leitung Funktionsdienst

Weiterbildung Notfallpflege, Dozentin im Gesundheitswesen